Moggio Udinese und Umgebung

Moggio Udinese liegt in einer Mulde, gerade dort, wo der Fella-Fluss aus dem Kanaltal und der Wildbach Aupa aus dem Aupatal zusammenfliessen, und erstreckt sich auf einem großen Teil des nordöstlichen Alpengebietes (143,84 Kmq) als eine der umfangreichsten Gemeinden Friauls, die an Österreich und an weitere neun Gemeinden grenzt.

Im Dorf befinden sich interessante geschichtlich bedeutungsvolle Stätten und Kunstbauten, wie die dem Hl. Gallus geweihte Abtei-Kirche, die Überreste der Hl. Geist-Kirche, “Borgo Linussio” - doch die Schönheit der Landschaft geht über alles, eine Landschaft, die wegen ihrer besonderen Lage und Ausdehnung und der verschiedenartigen Morphologie ein Übergangsgebiet im Alpenbereich darstellt. Sie umfasst nämlich im Süden die Julischen Voralpen, im zentralen Teil die Alpen von Tolmezzo, und im Norden die Karnischen Alpen.Das Dorf, “Moggio Basso” (345 m.ü.d.M) und “Moggio Alto” (380m.ü.d.M) liegt in der Mulde und wurde nach dem Erdbeben von 1976 fast zur Gänze neu erbaut.

Moggio Udinese bietet seinen Gästen im Sommer viele Möglichkeiten : Spaziergänge und leichte Wanderungen, Bergwanderungen mit Führung, Trekking und Picknick mitten in einer selten schönen und intakten Natur umgeben von Felsgipfeln.

Ein Besuch ins grüne Alba-Tal (Val Alba) und in das Aupa-Tal (Val Aupa) lohnt sich, denn man wird deren Schönheiten entdecken : das klare Waser der gleichnamigen Wildbäche längs der Straßen, sanft abfallende bebaute Äcker und blühende Wiesen, Laubbäume bedecken die steilen Hänge hinauf bis zu den Felswänden der “Creta Grauzaria”. Niedliche Siedlungen erscheinen im satten Grün der sonnigen Plateaus : Pradis, Chiaranda, Grauzaria, Dordolla und Bevorchians. In den Lichtungen mitten in dendichten Nadelwäldern und üppigen Schlagwäldern hat man den Eindruck, als wüchsen die Heuschuppen geradezu aus dem Erdboden heraus.

Dordolla ist wohl das charakteristischste Dörflein mit ansteigenden, gepflasterten, der “Calle Veneziane” ähnlichen Wegen, die sich durch unregelmäßige Häuserreihen mit Terrassen und Balkonen schlängeln, mit Gewölben, gebaut aus Stein oder Holz.Eine einsame, schmucke Kirche überragt das Tal.

Von allen Dörfern führen Stege hinauf zu alten Almhütten, zu entlegenen Weiden, zu den Festungen des ersten Weltkrieges - ein wertvoller Bestand an Wanderwegen längs der Talhänge.

Ein abwechselndes Panorama bietet der Steg zur Grauzaria-Hütte : mächtige Buchenwälder, duftende Latschenkiefer, Alpenrosen, Felswenwände gleich einer gotischen Kathedrale. Jedes Seitental der “Val Aupa” lädt zur Entdeckung von immer neuen Mikrosystemen ein.

Wir wollen aber nicht die Kulturschätze von Moggio Udinese unterlassen.Die Geschichte beginnt mit der Abtei, deren Ursprung auf 1119 zurückgeht.

Außer der Abtei des Hl. Gallus, die heute von Nonnen des Klarissen-Ordens bewohnt wird, sind von besonderem Interesse : die Taufkapelle, der älteste Teil der Abteikirche, der mittelalterliche Turm, allgemein “Palazzo delle Prigioni” genannt, heute Sitz für Kunstausstellungen.

Im ganzen Gebiet um Moggio Udinese herum gibt es verschiedenartige Interessen : fürNaturalisten, Hystoriker, Neugierige, Alpinisten, Wanderer ......um jede Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken, man muss nur “neue Augen” haben, wie M.Proust schrieb.

Wichtig ist, dass wir die Gegend mit Emotion durchwandern, beobachten, hinhören und sie mit Ehrfurcht erforschen : “auf Fußspitzen und mit dem Hut in der Hand”, nur dann werden wir Moggio Udinese entdecken.



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"LEON BIANCO"

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Moggio Udinese – Ud.

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